Social Media Werbung

Social Media ist in aller Munde. Doch was ist das eigentlich genau und wieso ist für Kleinunternehmen genau dort Werbung so interessant?

Was sind Social Media Plattformen?

Unter dem Begriff Social Media, auf Deutsch soziale Netzwerke genannt, werden alle Programme, die zur Kommunikation mit anderen Personen dienen zusammengefasst. Sie haben mit Sicherheit schon von einigen gehört oder nutzen diese selber. Zu den bekanntesten zählen Facebook, WhatsApp, Twitter, Instagram, Snapchat und Pinterest. Sie alle dienen auf unterschiedlichen Wegen dem Austausch von Informationen zwischen mehreren Personen. Gemeinsam haben alle sozialen Netzwerke, dass sie sehr viel über ihre Nutzer erfahren (mehr dazu unter Punkt "Wie erfährt Facebook so viel über seine Nutzer?"). Diese Informationen benützen sie, um Unternehmen die Möglichkeit zu geben personalisierte Werbung zu schalten . Was das ist und wie es genau funktioniert finden Sie unter ....) 

Was ist Facebook und wie funktioniert es?

Facebook ist das größte soziale Netzwerk und bietet Werbetreibenden mit Abstand die besten Möglichkeiten potentielle und bestehende Kunden zu erreichen. Allein in der Altersgruppe zwischen 30 und 60 Jahren nutzen in Österreich knapp 2 Millionen Nutzer Facebook. Insgesamt kommt Facebook in Österreich mittlerweile auf knapp 4 Millionen Nutzer. Auf Facebook können Menschen Fotos, Texte und Videos „posten“, also online stellen. Diese Dateien werden allen, die mit ihnen auf Facebook befreundet sind in der sogenannten Timeline angezeigt. 

Aber nicht nur die Posts von Freunden schaffen es in die Timeline, auch die geposteten Inhalte von sogenannten „Seiten“, die man mit einem „like“ (Daumen hoch Zeichen) markiert hat, werden angezeigt. Seiten sind wie die Profile normaler Menschen, nur dass dahinter keine einzelne Person steht, sondern Unternehmen, Sportvereine, Musikgruppen und  viele weitere. Nutzer können die geposteten Inhalte ihrer Freunde und dieser Seiten mit einem Like markieren, kommentieren und teilen (selber posten).

Durch diese häufigen Aktionen der Nutzer und Interaktionen mit anderen Personen und Seiten gewinnt Facebook äußerst detaillierte Informationen über die User. Es kennt die Interessen, Bildung, Arbeit, Wohnort und Kaufverhalten der Nutzer. 

Was ist Werbung auf Facebook?

Seiten von Unternehmen können auf Facebook bezahlte Werbung schalten. Das Besondere ist, dass diese Werbung in die Timeline der Nutzer eingebaut wird und aussieht wie ein normaler Post. Dadurch schafft es Facebook, dass Werbung nicht mehr als störend, sondern je nach Qualität der Werbung als erfreulich wahrgenommen wird. 

Will man als Unternehmen Werbung auf Facebook schalten, wird diese den Nutzern nicht zufällig angezeigt. Im Gegenteil kann man gezielt Nutzer auswählen, die am wahrscheinlichsten an den eignen Produkten / Dienstleistungen interessiert sind.

Werbung auf Facebook kann auf mehrere Ziele optimiert sein und davon abhängig unterschiedlichen Nutzern angezeigt werden. So kann als Ziel "Websiten Besuche", "Bekanntheit", "Conversions" (Handlung auf der Website, z.B. Anmelden bei einem Newsletter) und vieles mehr angeben.

Was ist die "Zielgruppe" auf Facebook?

Wie der aufmerksame Leser bemerkt hat, wird Facebookwerbung Nutzern nicht wahllos angezeigt. Damit die Werbung möglichst effektiv ist, wird sie nur Nutzern angezeigt, die der eingestellten "Zielgruppe" des werbenden Unternehmens entsprechen.

Die Zielgruppe kann man für jede Werbung neu erstellen, um so nur Menschen zu erreichen, die auch tatsächlich potentielle Kunden sind. Aber wie geht das? Facebook weiß eine ganze Menge über seine User (mehr dazu unter Punkt ...). Dieses Wissen stellt es den werbenden Unternehmen zur Verfügung.

Beispiel:

Ein Blumengeschäft  im 23. Bezirk in Wien will Werbung für den Valentinstag machen, um diese Umsatzchance möglichst gut zu nutzen. Klassisch schenken am Valentinstag Männer ihren Frauen Blumen. Deshalb stellt man die Zielgruppe nur auf Männer (1). Alle Männer, die momentan Single sind, haben am Valentinstag keinen Grund Blumen zu kaufen. Deswegen werden Nutzer mit dem Beziehungsstatus "Single" ausgeschlossen (2). Nachdem Blumen teuer sind und Blumen schenken eher eine Gepflogenheit Erwachsener ist, werden alle unter 20 ausgeschlossen (3), da in der Regel ältere Personen kaufkräftiger sind. Zu guter Letzt wird kein Kärntner vier Stunden nach Wien fahren, um Blumen zu kaufen. Deswegen wird die Zielgruppe auf alle Nutzer innerhalb eines 5 Kilometer Radius eingeengt (4).

Mit diesen vier Einstellungen hat man eine kleine, aber ideal geeignete Zielgruppe erstellt, in der alle potentielle Kunden sind. Dadurch muss das Blumengeschäft nicht für Werbung bezahlen, die komplett falschen Nutzern angezeigt wird. Das senkt die Werbekosten erheblich und steigert gleichzeitig den Umsatz deutlich. Unser Kunde ist glücklich.

Wie erfährt Facebook so viel über seine Nutzer?

Wir haben in unseren Erklärungen schon mehrmals darauf Bezug genommen, dass Facebook so viel über seine Nutzer weiß. Aber wie kommt Facebook eigentlich zu all diesen Informationen?

Die einfachste Möglichkeit an viele Daten zu kommen ist unsere häufige Bereitwilligkeit diese Facebook einfach zu geben. Im eignen Facebook-Profil geben viele Nutzer so einiges von sich bekannt: Vom Alter, über die Ausbildung oder den Job bis hin zu Lieblingsbands und -büchern. All das ist ideal, um für personalisierte Werbung genutzt zu werden.

Facebook findet das (und vieles mehr) allerdings auch heraus, wenn wir es nicht in unserem Profil angeben. Es analysiert die Seiten, die wir geliked haben, die Posts, mit denen wir interagieren und wertet die Daten unserer Freunde aus. Alle diese Informationen werden genützt, um Nutzern Werbung anzuzeigen, die sie am ehesten anspricht.

Wie viel kostet Facebook-Werbung?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten wie Werbung auf Facebook abgerechnet wird. Entweder man bezahlt jedes Mal, wenn die Werbung einem Nutzer angezeigt wird, oder man bezahlt für Aktionen der Nutzer (z.B. Klick auf die Werbeanzeige). Die Kosten hängen immer sehr stark von der Qualität der Werbeanzeige und ihrer Relevanz für die ausgewählte Zielgruppe ab. 

Im ersten Fall liegen die Kosten zwischen 5€ und 10€ pro 1000 Impressionen. Bezahlt man zum Beispiel für Klicks, die auf die eigene Website führen, kostet das zwischen 0,2€ und 3€ pro Klick. Wie bei vielen Arten der Werbung gibt es einige Tricks mit denen man die Kosten möglichst niedrig halten kann.